Krätze – das Krankheitsbild

Krätze Scabies ist ein meldepflichtiger parasitärer Befall der menschlichen Haut. Die Ursachen liegen dabei im Vorkommen der Krätzmilbe, die die menschliche Haut als Brutplatz für ihr Gelege bevorzugt. Dabei bohrt sie kleine Kanäle in die Haut, die sich wiederum infizieren und zum Ausbruch der Krätze führen. Krätzmilben sind kein Zeichen schlechter hygienische Bedingungen, sondern finden sich auch an feuchten Orten und an Orten mit einer großen Ansammlung von Menschen. Daher sind öffentliche Einrichtung, wie Kindergärten oder Pflegeheime , sehr häufig betroffen.

Symptome

Die Ausprägung der Symptome ist abhängig von der Immunstärke des Wirtes. Je stärker das immunsystem, desto schwächer oder asymptomatischer verläuft die Erkrankung. Da Krätzmilben Hautpartien mit sehr dünner Hautschicht und hoher Temperatur bevorzugen, finden sie sich oft in den Genitalregionen, in Fingerzwischenräumen oder auch im Bauchnabel und den Achseln. Auch wenn der Körper bereits kontaminiert ist, verläuft die Infektion zunächst still. Erst wenn Kot und Abfallprodukte der Milben in die gebohrten Löcher gelangen, beginnt die typische Syptomatik des Juckreizes. Da dies eine allergische Reaktion darstellt, werden auch andere Körperteile Juckreiz äußern, ohne dass ein Befall stattgefunden hat. Je stärker der Juckreiz ist, desto intensiver werden die Hautläsion und verändern sich bald zu offenen und nässenden Hautstellen.
Man unterscheidet verschiedene Formen der Scabies, wobei diese sich über schmerzhafte Knötchen bis hin zur starken Borkenbildung ausprägen kann.

Therapie

Mit 5-prozentiger Permethrinsalbe kann die Erkrankung bereits nach einmaliger Anwendung bekämpft werden. Diese Salbe enthält ein sehr starkes Insektizid, dass alle Milben sofort tötet. Bei dieser Einreibung muss sehr gründlich vorgegangen werden.
Eine orale Therapie mit Ivermectin ist nicht in jedem Land zugelassen, wenn gleich der Grad der Nebenwirkungen wesentlich kleiner ist als bei der topischen Anwendung.
Die leichtere topische Anwendung erfolgt über die Benzylbenzoat-Emulsion, die in einem Zeitraum von drei Tagen nach der gründlichen Körperpflege auf die Haut aufgetragen wird.
Weiterhin muss das komplette Wohnumfeld des Betroffenen desinfiziert werden und alle textilen Stoffe müssen luftdicht verpackt für einige Tage lagern, damit die Milben aufgrund fehlender Nahrung absterben können. Je feuchter die Umgebungsluft, umso länger können Milben überleben.